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Nasenbluten – Ursachen und Therapie

 

© auremar AdobeStock 381878364
Nasenbluten (Epistaxis) ist zwar immer eine unangenehme Überraschung, doch in den allermeisten Fällen harmloser Natur, da laut HNO-Ärzten etwa 90 Prozent der Blutungen im vorderen Teil der Nase (Locus Kiesselbachii) entstehen. Zahlreiche verästelte, feine Blutgefäße (Kapillaren) liegen hier direkt unter der dünnen Nasenflimmerhaut, um die Atemluft anzuwärmen.

Meist ist die Ursache mechanisch und so eine Sickerblutung entsteht genau dort, wo sie auch austritt: Bei trockenen Nasenschleimhäuten etwa kann schon ein kräftiges Schnäuzen genügen, um die zarten, oberflächlich verlegten Gefäße zu verletzen. Ohnehin gereizte Nasenschleimhäute (durch beispielsweise trockene Heizungsluft, Klimaanlagen … oder zeitweise notwendiges häufiges Naseputzen beim Vorliegen einer Erkältungskrankheit/von Allergien) öffnen dem Nasenbluten Tür und Tor. Auch abschwellende Nasensprays/-tropfen können, werden sie häufiger als dreimal täglich oder über eine Woche lang angewendet, die Nasenschleimhaut austrocknen. Freilich kann auch ein Sturz oder Schlag die Blutung auslösen.

Bei Schwangeren, Kindern und Jugendlichen können unbedenkliche Blutungen im vorderen Nasenabschnitt vergleichsweise häufiger auftreten. Bei experimentierfreudigen Kleinkindern allerdings sollte man unbedingt prüfen, ob nicht das Einführen eines Fremdkörpers (kleine Knöpfe, Erbsen etc. sind hier sehr beliebt) für die Blutung verantwortlich ist – dann ist ärztliche Hilfe gefragt.

„Do‘s and Dont‘s“ bei Nasenbluten

Eine sitzende Haltung einzunehmen und den Kopf entspannt leicht nach unten zu neigen, hat sich bewährt.

Weiter empfiehlt es sich, neben einem kühlen Kopf auch einen kühlen Nacken zu bewahren. Dazu ein kaltes, feuchtes Tuch oder ähnliches dort platzieren – die Blutgefäße ziehen sich mit etwas Glück durch den Kältereiz reflexartig zusammen und die Blutung versiegt.

Ein guter Trick ist auch, mit Daumen und Zeigefinger die Nasenflügel einige Zeit, wenn nötig wiederholt, zusammenzudrücken.

Kontraproduktiv ist es, sich auf den Rücken oder den Kopf in den Nacken zu legen – diese Lagerung lässt zu, dass Blut über den Rachen im Magen landet, was bei nicht wenigen Menschen Brechreiz auslöst.

Der Versuch des laienhaften Tamponierens des betroffenen Nasenlochs sollte ebenfalls unterlassen werden – Papiertaschentücher, Watte und dergleichen sind dafür nur bedingt geeignet. Gerne reißt beim Entfernen so einer unprofessionellen Tamponage die Wunde erneut auf.

Den (HNO-)Arzt sollte man aufsuchen, wenn bei Erwachsenen die Blutung nach 20 Minuten nicht gestillt ist, bei Kindern besser früher. Außerdem ist zu bedenken, dass es neben den offensichtlichen, unbedenklichen Ursachen von Nasenbluten auch systemische gibt –vermehrt auftretende, unklare Blutungen bedürfen deshalb der ärztlichen Abklärung.
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